Throwback: Heute vor 22 Jahren ist Eminems Debütalbum „Infinite“ erschienen!

Aller Anfang ist schwer …

Mit „Kamikaze“ hat Eminem eindrucksvoll gezeigt, dass er nach über 20 Jahren im Game noch lange nicht zum alten Eisen gehört. Der 46-Jährige nimmt es auch im Jahr des Hundes (Shoutout an das chinesische Horoskop) locker-easy mit seiner Konkurrenz auf. Das spiegelt sich sowohl in der Resonanz als auch in den Verkaufszahlen wieder. Neben unzähligen Lobeshymnen auf Seiten der Rezipienten gab es wenige Wochen nach der Veröffentlichung unter anderem Gold für Ems zehntes Soloalbum. Damit steigt sein Zertifizierungskonto auf zwei Diamant-, 17 Platin- und zwei Gold-Plaketten – und das nur in den USA und auch nur in Bezug auf Soloalben. Würde man seine Singles, die Kollabo-LPs und internationale Erfolge hinzuzählen, wären wir wahrscheinlich morgen noch mit Rechnen beschäftigt.

Grund zum Feiern hat Eminem heute allerdings nicht nur deswegen: Am 12. November 1996, also vor genau 22 Jahren, ist nämlich sein offizielles Debütalbum „Infinite“ erschienen – der Start einer Bilderbuchkarriere. Trotz der späteren Erfolge wurden davon gerade mal 1000 Exemplare hergestellt, von denen wiederum nur etwa 70 Stück einen Käufer fanden. Das kann man unter anderem hier nachlesen.

Die meisten Beats auf „Infinite“ stammen von Kon Artis aka Mr. Porter. Der Produzent wurde später Mitglied von Eminems Crew D12 und arbeitet auch heute noch mit Slim Shady zusammen. Dem Mag hiphopdx.com verriet er unlängst, dass auch Proof (Rest in Peace!) an der Produktion beteiligt und für das Programmieren der Drums verantwortlich war:

„Like me and Em did that record [‚Infinite‘] from start to finish and Proof came in and actually did the drum programming. So when me, him and Proof worked on the album together, it was just crazy. Then it went from that to ‚Slim Shady LP‘. Like you don’t think it’s gonna be anything big, you’re just kids making music, know what I mean? We were so big on trying to get on the radio at home but the radio did not mess with us. We did not have the support at all. I remember we were trying to make songs that may work but they still didn’t play them.“

Als Feature-Gäste sind auf den zwölf „Infinite“-Tracks Kon Artis, Eye-Kyu und Thyme vertreten.

Eminem, der kurz vor dem Album-Drop seinen ursprünglichen Namen „M&M“ fallen ließ, sprach 2004 mit Vanity Fair über die Platte und darüber, warum sich sein Sound im Vergleich zu späteren Projekten verändert hat:

„On [‚Infinite‘] you can hear the pain and the woes of just growing up and being poor and having a baby on the way. Obviously, I was young and influenced by other artists, and I got feedback that I [sounded a lot like] by Nas and AZ, another rapper who was down with Nas at the time. I started taking all the feedback and started throwing it back in my music: ‚Yeah, I am white trash, I am whatever you’re gonna say about me.‘ Somehow started taking the disadvantages and used them to my advantage. I reached a point where I stopped caring what people thought about me. And the second I stopped caring, people started caring about me.“

In einem anderen Interview mit dem Rolling Stone erklärte Em 1999, dass die Veröffentlichung mit der Geburt seiner Tochter zusammenfiel und dass dieses Ereignis natürlich auch seine Rap-Texte beeinflusst hat. Außerdem bezeichnete er „Infinite“ als kein gutes Album und erklärte auch, warum er das so sieht:

„It was right before my daughter was born, so having a future for her was all I talked about. It was way hip-hopped out, like Nas and AZ — that rhyme style that was real in at the time. I’ve always been a smartass comedian, and that’s why it wasn’t a good album.“

Auf Spotify sucht man vergeblich nach „Infinite“, aber du kannst dir das legendäre Release beispielsweise auf SoundCloud anhören:

Vor zwei Jahren wurde übrigens die Dokumentation „Partners In Rhyme: The True Story of Infinite“ veröffentlicht, die Aufnahmen aus den Anfangstagen des jungen „Rap Gods“ zeigt. Hier sind unter anderem die Bass Brothers zu sehen. Außerdem können wir ein Blick in deren Studio werfen, in dem Eminem aufgenommen hat:

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