Interview: Majid Jordan

Ein riesiger Hitsong ist nur ein weiterer Erfolg, wenn man Drake ist. Doch wenn man Majid Jordan, dann ändert „Hold On We’re Going Home“ dein Leben.

Majid JordanDer von ihnen produzierte und geschriebene Song steigt weltweit in den Top-10 ein. Fünf Jahre später arbeiten Majid Al Maskati und Jordan Ullman weiterhin daran, ihre eigene Musik zu etablieren. Mit ihrem zweiten Studioalbum „The Space Between“ ging das Duo auch in Deutschland auf Tour. Wir trafen in Köln zwei schüchterne, aber ehrgeizige Musiker.

Gab es Momente auf eurer Welttournee, die euch vollkommen von den Socken gehauen haben?
Majid: Ja, auf jeden Fall! Beim „Meet & Greet“ treffen wir jeden Abend hautnah Fans. Wir bekommen ständig Geschenke von ihnen. Privates Zeug, zu denen sie ihre Geschichte erzählen. Sowas macht uns erst klar, welchen Einfluss unsere Musik auf das Leben fremder Menschen am anderen Ende der Welt hat. Das musste ich erstmal verarbeiten.

Trotzdem gibt es noch eine Menge Leute, denen Majid Jordan kein Begriff ist. Welcher Song verkörpert euer Schaffen am besten?
Jordan: Ganz ehrlich? Unsere Live-Shows sind die beste audiovisuelle Erfahrung um Majid Jordan kennenzulernen. Besser als jeder einzelne Song. Wir garantieren jedem, dass er als Fan nach Hause gehen wird. Wir mischen elektronische Musik mit Funk und R&B, das ist auf der Bühne ein unvergessliches Erlebnis.

Majid JordanIhr tretet als Duo auf. Macht ihr euch da bestimmte Gedanken zum Outfit? Müsst ihr immer zueinanderpassen?
Jordan: Unsere Outfits sollten eine authentische Verkörperung unseres Sounds sein. Was wir auf der Bühne anziehen, spiegelt also auch unsere Laune wieder. Wir greifen meistens spontan in den Koffer. (lacht)

Majid: Ja, die Hauptsache ist der Komfort. Natürlich beeinflussen wir uns gegenseitig. Besonders jetzt auf Tour, aber auch sonst in Toronto, hängen wir fast die ganze Zeit miteinander ab. Jordan kleidet sich etwas monochromer, ich ein Stück farbiger.

Die Aufteilung eures Duos ist nach außen hin sehr klar: Jordan ist der Produzent, Majid der Sänger. Aber so simpel ist das meistens nicht. Wie ergänzt ihr euch?
Majid: Wir sind eine Einheit. Viele Duos würden sich einen gemeinsamen neuen Bandnamen aussuchen oder nur den Sänger in den Vordergrund stellen, aber wir haben uns absichtlich „Majid Jordan“ genannt.

Jordan: Auch wenn ich als Produzent aufgelistet werde, kann man nie sagen, dass ich nur die Drums mache. Oder er nur die Melodie. Es entsteht alles gemeinsam.

Die meisten Fans haben euren Namen zum ersten Mal auf „Hold On We’re Going Home“ gehört. Was für eine Rolle spielt der Song für euch?
Jordan: Im Leben gibt es Gelegenheiten, die man nicht ausschlagen kann. Auch auf die Gefahr hin, dass uns Leute später in eine Schublade stecken würden. Mit Drake und Noah „40“ Shebib (der Hausproduzent von OVO; Anm. d. Red.) zu arbeiten, ist ein Segen. Wir lernen tagtäglich von ihnen, so wie sie auch von uns.

Euer Label OVO hat ohnehin viele interessante Künstler. Wie ist euer Verhältnis zu DVSN und PartyNextDoor?
Majid: Das ist ein großartiges musikalisches Team. Wir kennen DVSN schon unfassbar lange, quasi seit dem Beginn von Majid Jordan. PartyNextDoor ist momentan auch auf Tour. Wir schauen auch zu den Jungs rüber und freuen uns für sie. Jetzt beginnt in all unseren Karrieren langsam die nächste Phase.

Ist es Zufall, dass ihr alle Kanadier seid, oder war es von den Labelchefs so geplant?
Jordan: Drake und 40 wollten eine Gruppe an Musikern zusammentrommeln, die ihre Heimat repräsentiert. Das war von Beginn an die klare Intention. Sie entdecken sich selbst in unserer Musik und das kann nur Gutes heißen.

Der wichtigste Tipp, den euch das Mastermind Noah „40“ Shebib je gegeben hat?
Majid: Habt keine Angst, Risiken einzugehen.

Jordan: Vertraut eurem Instinkt.

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