Blog-Tipp: lastexplorer

Dieses Mal ist bei unserem Blog-Tipp ganz viel fürs Auge dabei.

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Wir haben die Social-Media-Kanäle nach aufstrebenden, talentierten Fotografen abgesucht und sind dabei z.B. auf Rob gestoßen. Er ist freiberuflicher Fotograf für viele spannende Brands und bekam die manuelle Bedienung einer Kamera von seiner Mutter erklärt. Der Rest ist Geschichte. Seine Geschichte.

Erzähle unseren Lesern, wer du bist und was du so machst.
Ich bin Robert, 18 Jahre alt, und komme aus Berlin-Charlottenburg. Ich besuche aktuell die 13. Klasse eines beruflichen Gymnasiums für Design und Medientechnik. Nebenbei arbeite ich freiberuflich als Fotograf: Einerseits für mein Instagram-Profil, auf dem ich die urbane Architektur der Städte, in die ich reise, porträtiere, und andererseits als Werbe- und Eventfotograf für Marken wie adidas, Hype Clothing oder Dom Perignon.

Wann und wie hast du angefangen, dich für Fotografie zu interessieren?
Auf einem Familienurlaub in Verona als ich circa 14 war. Ich bemerkte, wie langweilig und eintönig die normalen Touristenfotos, die ich mit meiner kleinen Digitalkamera knipste, aussahen, und es störte mich zudem, dass ein Großteil meiner Fotos unter- oder überbelichtet waren. An einem Abend erklärte mir meine Mutter dann, wie man eine Kamera manuell einstellen kann und wie dadurch eine falsche Belichtung oder etwa Verwackler vermeidbar sind. Seitdem habe ich nicht einen Tag meine Kamera aus meinen Händen gelegt – sie ist quasi zu einer natürlichen Verlängerung meiner Hände geworden.

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Deine Bilder sind sehr atmosphärisch. Setzt du dabei auf natürliches Licht? Wie viel entsteht in der Post?
Ich setze lichttechnisch bei allen meinen Instagram-Bildern und auch einem Großteil meiner Werbefotografie ausschließlich auf natürliche Lichtquellen. Ich sehe einfach keinen Nutzen in künstlichen Lichtquellen und -formern und betrachte es als Herausforderung, das Bild alleine durch Verändernung meiner eigenen Position, meiner Kameraeinstellungen und dem Warten auf den richtigen Moment zu kreieren. In der Postproduktion korrigiere ich lediglich die Farben und passe die Belichtung minimal an.

Was gefällt dir beim Fotografieren von Architektur und urbanen Umgebungen am besten? Und wo liegt im Vergleich der Unterschied beim Aufnehmen von Portraits? Gibt es da verschiedene Herangehensweisen?
Mir gefällt es eindeutig am besten, den Menschen eine neue Perspektive auf ihre Heimatstadt zu vermitteln. Ich versuche stets, teils auch alltägliche Dinge aus Blickwinkeln festzuhalten, aus denen sie normalerweise nicht jeder betrachtet. Bei meiner Portraitarbeit versuche ich ebenfalls immer meine eigene Blickrichtung ins Bild zu integrieren. Allerdings spielen hierbei auch die Wünsche des Kunden eine große Rolle. Diese Einschränkungen habe ich bei urbaner Fotografie meist nicht.

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Wie sieht dein perfektes Foto aus?
Ein perfektes Foto gibt es für mich leider nicht. Spätestens im Nachhinein finde ich immer etwas an meinen Fotos, das mich stört oder was ich hätte besser machen können. Das zu akzeptieren ist Teil des Jobs. Man sollte zwar immer sein Bestes geben, darf allerdings zugleich niemals die Produktivität und Ergebnisse durch übertriebenen Perfektionismus hemmen.

Was war das Beeindruckendste, was du bislang durch die Fotografie erlebt hast?
York Citys von Hausdach zu Hausdach springen, eine mehrwöchige Tour mit Musikern durch ganz Europa, ein Stunt-Flug im ehemaligen Präsidentenflugzeug von Jugoslawien auf Einladung von Red Bull – sucht euch etwas aus!

Welchen Tipp hast du für jeden, der anfangen möchte, zu fotografieren?Obwohl das grundlegende Verständnis der eigenen Kamera sehr essentiell ist, sollte man nie an der Theorie hängen bleiben. Am allerwichtigsten: Verbindet euch mit gleichgesinnten Menschen. Sie sind am Ende die, die euch am weitesten bringen. Steckt immer eure gesamte Energie in das, was ihr tut, und seid die Besten darin. Legt niemals die Füße hoch und ruht euch nicht auf Erfolg aus, sondern setzt euch konstant neue Ziele.

Link: Instagram

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